Montag, 5. November 2012
Sonntag
Nach diesem bewegten Samstag gehen wir den Sonntag ruhiger an. Wir besuchen den Wochenmarkt im Dorfzentrum und fahren anschliessend nach Vista, um Kyle und Naomi beim Umzug zu helfen. Zum Glück ist nicht mehr viel zu tun.
Getreu Romney's Wahlslogan "Believe in America" fährt dieser Romney-Anhänger einen uramerikanischen Audi.
Kurz: Ein Sonntag nach Mass.
ACES Poker Run
Samstag stand der ACES Poker Run auf dem Programm. Und damit früh aufstehen. Denn schon um 6h00 treffen wir uns mit Bob und fahren gemeinsam zum Start bzw. Ziel des Poker Runs, der Rose Canyon Cantina im Trabuco Canyon, eine knappe Stunde von San Clemente entfernt.
Ein Poker Run ist nichts anderes als eine Rundfahrt, bei welcher die Teilnehmer an vier Stationen jeweils eine Poker-Karte ziehen. Wer am Schluss das beste Blatt in der Hand hält, hat gewonnen.
Eigentlich hätten wir gar nicht so früh dort sein müssen. Die ersten Teilnehmer trudeln gegen 9h00 ein. Aber egal. Das Licht ist fantastisch, die Landschaft sowieso.
Allmählich füllt sich der Parkplatz rund um die Rose Canyon Cantina.
Rund 50 Fahrzeuge und ihre Besatzungen sind startklar.
Bob weiss wo's lang geht und erklärt was Sache ist.
Wir freuen uns, denn wir dürfen in einem 63er Mercury Comet mitfahren. Unser Pickup ist zwar nett, aber an einem Anlass für pre-1965 Hot Rods und Custom Cars eher unpassend.
Elena und ihr Bruder James nehmen uns freundlicherweise mit. Der Mercury ist im Familienbesitz und diente schon ihrem Vater als Transportmittel zur High School. Seither wird das Cabrio laufend weiter vererbt und stets von jenem Kind bewegt, das gerade die High School absolviert. Momentan ist eben der 17-jährige James an der Reihe. Genau – den Führerschein macht man in Kalifornien schon mit Sechzehn. Also keine Sorge, dass wir Zeuge einer Strolchenfahrt werden.
Auf der Karte sind die vier Posten eingezeichnet.
Los geht's.
Die Landschaft rund um den Trabuco Canyon ist überwältigend. Kaum zu glauben, dass die grossen Städte südlich von L.A. bloss eine Stunde entfernt sind.
Nach der eher kargen Berglandschaft wird es grüner.
Und plötzlich sind wir in einem bewaldeten Tal. Bei jedem zweiten Haus stehen alte Auto davor, daneben oder dahinter. Klar, dass ohne Kino und Shopping Malls mehr Zeit zum Schrauben bleibt.
Jede gezogene Poker-Karte wird von einem Clubmitglied mit den Initialen versehen. Damit auch keiner schummelt.
Am Ziel gibt es mexikanische Spezialitäten und dazu die Siegerehrung. Die ersten fünf Plätze bekommen allerlei Preise, die von Speed Shops und sonstigen Firmen gesponsert wurden. Super Sache.
Und als Abschluss ein Auftritt von The Pioneers mit Brian Bent. Wirklich ein gelungener Anlass – müsste man bei uns auch mal machen...
Sonntag, 4. November 2012
San Clemente (Teil 2)
Das vorteilhafte Wetter hat San Clemente nicht nur zur Surfmetropole gemacht. Auch die Autokultur gehört hier seit jeher zum Alltagsleben. In unserer Nachbarschaft gibt es ein gefühltes Dutzend Autowerkstätten und wer nicht schrauben lässt schraubt selber. Das Ergebnis sieht man täglich im lokalen Strassenverkehr.
Ob im Stadtzentrum oder in den Wohnquartieren: Viele San Clementer und auch San Clementerinnen – oder sind es San Clementinen – legen Wert auf eine stilvolle Fortbewegung.
Immer gern genommen: alte Volkswagen in allen Farben, Formen und Aggregatszuständen.
San Clemente (Teil 1)
Anstatt nur von Heimwerkeraktionen zu berichten, wollen wir mal unseren Wohnort vorstellen: San Clemente. Die Stadt im Bezirk "Orange" (oder Orange County) liegt am Pazifik und auf halbem Weg zwischen L.A. und San Diego. San Clemente hat 68.002 Einwohner und wurde 1925 von Ole Hanson gegründet. Mit dem Camp Pendleton grenzt im Süden einer der landesweit grössten Militärstützpunkte an San Clemente. Auch im Surfsport hat sich San Clemente einen Namen gemacht. Mehr dazu auf wikipedia.org.
Im ersten Teil unserer Reportage machen wir einen Spaziergang auf der Avenida Del Mar. Das ist sowas wie die Flaniermeile von San Clemente. Mit allem was dazu gehört: Boutiquen, Beauty Salons und Cafés. Deutsche Autos scheinen hier hoch im Kurs zu sein.
Italienische Spezialitäten.
Gut gefülltes Käseregal.
Grünzeugs.
Planung der Mittagspause.
Umsetzung der Mittagspause.
Im ersten Teil unserer Reportage machen wir einen Spaziergang auf der Avenida Del Mar. Das ist sowas wie die Flaniermeile von San Clemente. Mit allem was dazu gehört: Boutiquen, Beauty Salons und Cafés. Deutsche Autos scheinen hier hoch im Kurs zu sein.
Italienische Spezialitäten.
Gut gefülltes Käseregal.
Grünzeugs.
Planung der Mittagspause.
Umsetzung der Mittagspause.
Ein Abend mit den ACES
Vergangenen Donnerstagabend waren wir am Meeting der ACES. Genauer gesagt war es die letzte OK-Sitzung vor dem ACES Poker Run am Samstag und fand in der Garage von Anthony statt.
Die Signaletik lag schon bereit.
ACES Sticker an Anthonys Falcon. So geht das.
fundstück der woche
Was früher Tisch und Bett waren, sind heute Kühlschrank und Internet: lebenswichtige Bestandteile jeder Wohngelegenheit. Dank dem freundlichen Herrn von AT&T verfügen seit heute – immerhin neun Tage nach Bestelleingang im etwas zerstreuten Backoffice von AT&T – über einen Internetzugang. Die Updates werden somit wieder regelmässiger. Reibungsloser verlief die Suche nach einem Kühlschrank. Auf craigslist.org tummelt sich eine Fülle von Gebrauchtkühlschränken, aus denen wir nur noch den Passenden rausfiltern mussten.
Wir verabredeten uns also mit dem Verkäufer an einer schmuddeligen Tankstelle. Und nach dem Austausch einiger Dollars konnten wir den Kühlschrank – sowas Unhandliches aber auch – vom Pickup des Verkäufers auf unseren Pickup wuchten. Einmal mehr ein Hoch auf Pickups! Unvorstellbar wie wir bisher ohne Ladefläche leben konnten. Nunja. Bei der Auswahl des Schranks achteten wir zwar auf Dimensionen, massen allerdings nie die Breite des Durchgangs zwischen Wohnzimmer und Küche... Ok man muss auch mal Glück haben.
Da steht er cool an seinem Platz, der Frigidaire.
Donnerstag, 1. November 2012
es gibt immer was zu tun
Home Depot ist unsere zweite Heimat geworden. Denn Zuhause sieht es immer noch aus wie bei Hempels unterm Sofa – oder eher wie bei Hempels Messie-Nachbarn. Leider haben wir am Samstag den Gas-Menschen verpasst, der sich zwischen 8h00 und 12h00 angekündigt hatte. Wer konnte schon ahnen, dass er Punkt 8h00 auf der Schwelle stehen würde? Und wir leider erst um 8h05... Nunja, er kam heute Mittwoch nochmals vorbei und seither können wir kochen, backen und heiss duschen. Seit Montag fliesst auch der Strom wie er muss. Und das Wasser ist bezahlt.
Nachdem die Infrastruktur – bis auf das Internet – gesichert ist, ging es an die Renovation der Einrichtung. Das Budget erlaubt keine Showroom Condition, weshalb wir eigenhändig für diese sorgen müssen. Die Mittagspause im Schatten des Pepper Tree haben wir uns also redlich verdient.
So schön kann ein Walmart Parkplatz sein.
Dann erreicht uns die frohe Kunde, dass unser Sofa eingetroffen sei. Und allmählich sieht das Wohnzimmer nach Wohnzimmer aus.
Heute ist Halloween. Wir sind eingeladen und freuen uns über hausgemachte Ravioli, allerlei Gemüsedips und Salate.
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